Suppen to-go, selbst gemacht.

Kleine Suppenvielfalt mit einfachen Sachen daheim vorbereitet und im Büro schnell aufgebrüht. Suppe to-go, also Gemüse zum Mitnehmen.

Suppen für Unterwegs

Heute probiere ich verschiedene Möglichkeiten, sich unterwegs, egal ob Büro, Uni, Gartenhaus oder sonst wo, kleine warme Mahlzeiten frisch auf zu brühen. Ohne Konservierungsstoffe und Zusätze.

Die Zutaten:

Man benötigt möglichst dichte Behälter mit etwa 500 ml Fassungsvermögen, die die Temperatur von kochendem Wasser aushalten können. Ich bevorzuge dafür natürlich die bruchsicheren und leichten Behälter von Tupperware. Man kann auch, gerade einmal zum Testen, nehmen, was vielleicht daheim schon vorrätig ist. Praktisch sind einmal mikrowellengeeignete Behälter in denen man das Essen, wenn nicht mehr heiß genug, gleich noch einmal erwärmen kann. Oder Thermobehälter, die nach dem Aufbrühen verschlossen werden und die Wärme drinnen behalten. Das ist besonders sinnvoll, wenn das Gemüse lieber etwas garer genossen wird.

Das Prinzip ist einfach. Zuhause werden die Zutaten in den Behälter gefüllt und unterwegs wird dann alles mit kochendem Wasser auf gegossen. Dann ist das Tiefkühlgemüse auch schon aufgetaut. Nach 10 Minuten hat man eine warme Mahlzeit. In eigenen Behältern mitgenommen Toppings ergänzen die Suppen.

Die Gemüse in diesen Rezepten sind ausnahmsweise einmal nicht aus dem eigenen Garten. Dennoch werde ich bei den nächsten Ernten und dem Konservieren (Tiefkühlen) diese Suppen im Hinterkopf haben und das Gemüse entsprechend vorbereiten. Kleinere Portionen einfrieren, Gemüse kleiner schneiden oder ein wenig länger blanchieren, dass es bei den to-go-Suppen eher weich wird.

Generell eignet sich jedes Gemüse, das auch roh oder halbroh gegessen werden kann. Daher scheiden Bohnen und Kartoffeln, egal ob roh oder tiefgekühlt aus.

Tomaten geben keine gute Konsistenz und sind ebenfalls nicht zu empfehlen.

Gut sind: Karotten, Kohlrabi, Mai-Rüben, Lauch, Frühlingszwiebeln, Blumenkohl, Stangensellerie, Knollensellerie, Zwiebel, Spargel,Brokkoli, Pastinake, Paprika, Erbsen (tiefgekühlt oder gekocht, nicht getrocknet), Zucchini oder Kürbis. Alles tiefgekühlt oder frisch und mit einem Spiralschneider oder sehr fein schneidendem Hobel zerkleinert oder gehackt.

Zum Würzen nimmt man Kräuter frisch aus dem Garten, tiefgefroren oder getrocknet ganz nach Geschmack. Gut gehen hier auch Kräuterpasten. Wer mag gibt ein kleines Stück sehr fein gewürfelten frischen Ingwer dazu. Wer gerne Pestos selber macht, spart sich das Öl und die Kräuter und nimmt gleich einen Esslöffel selbst gemachten Pestos. Basilikumpesto oder Bärlauchpesto , Tomatenpesto oder Wildkräuterpesto, was vorhanden ist.

Man kann hier natürlich auch sehr gut die selbst hergestellten Gemüsebrühpulver oder Pasten hernehmen.

Für den runderen Geschmack und bessere Sättigung gebe ich jeweils einen Esslöffel gutes Olivenöl dazu. Ich habe ein mit Basilikum aromatisiertes Öl verwendet, was einen ganz besonderen Geschmack mit sich bringt. Man kann natürlich auch selbst Öle aromatisieren und verwenden. Ich denke an Knoblauch, Chili oder Rosmarin.

Zur Sättigung kommen noch dazu ganz dünne Nudeln oder Glasnudeln, Couscous oder Kartoffelpurree-Pulver aus der Tüte (möglichst ungewürzt, nur Kartoffel und sonst nichts).

Den gewissen Kick geben dann noch Toppings wie ein gekochtes und gewürfeltes Ei, dünne Scheiben von Wienerwürstchen, getrocknete Röstzwiebeln, in Würfel geschnittener Fetakäse oder einfach Kürbiskerne oder Backerbsen. Die Toppings, bis auf das gewürfelte Ei, werden in einem extra Behälter transportiert und erst vor dem Genuss direkt über die fertige Suppe gestreut.

Eine leckere Cremesuppe erhält man mit Kartoffelpüreepulver. In dieser Form sind Kartoffeln für die Suppen einsetzbar, weil sie durch die Pulverherstellung nicht mehr roh sind. Hier nimmt man die doppelte Menge vom angegebenen Wasser für den Brei. Also wenn das abgepackte Pulverpäckchen für 500 ml Flüssigkeit ist, benötigt man für Suppe 1000ml. Entsprechend muss man ein wenig herunter rechnen.

Eine einfache Formel passend zum jeweiligen Behälter:

Man nimmt die zweifache Flüssigkeitsmenge für das jeweilige Päckchen in Milliliter und teilt das durch das gewünschte Suppenvolumen im Behälter. Jetzt teilt man die Gramm Pürreepulver im Päckchen durch die eben erhaltene Zahl und weiß genau, wie viel Gramm Pürreepulver man für seinen to-go-Behälter und Kartoffelsuppe benötigt.

Gramm der Pulverpackung : ((Flüssigkeitsmenge für Brei x 2): gewünschte Suppenmenge im Behälter)

Beispiel: Im Päckchen sind 80 g Pulver für 500ml Flüssigkeit als Brei. Also 500ml x 2 sind 1000 ml. Ich will 400 ml Suppe im Behälter haben also teile ich 1000 durch 400 und erhalte 2,5. Das Päckchen hat 80g Pulver, dies teile ich durch die 2,5 und erhalte 32. Ich benötigte also immer 32 g Püreepulver für meine to-go-Suppe.

Wenn man das einmal abwiegt und dann ausprobiert wie viele Teelöffel oder Eßlöffel sind, tut man sich künftig extrem leicht, die richtige Menge zu ermitteln. Man muss aber immer probieren, wie cremig oder flüssig oder breiig man die Suppe möchte.

Schließlich kann man auch ein wenig PüreePulver in die genannten Gemüsesuppen geben anstatt der Nudeln oder Couscous. Dann aber weniger als für eine reine Cremesuppe. Einfach einmal ausprobieren.

Hier ein paar Beispiele zur Kombination der Zutaten. Die Mengenangaben sind nur ein Beispiel und jeder kann hier variieren wie er lustig ist und hungrig ist oder es sein wird. Meine Behälter haben jeweils ein Fassungsvermögen von etwa 450ml.
Und nicht vergessen! Nasse ist feuchte Zutaten kommen unten in den Behälter. Trockene Zutaten wie Nudeln und Couscous oben drauf.

Erbsen-Nudelsuppe mit Ei

5 Eßl. Tiefkühlerbsen, 6 Eßlöffel Kurzfadennudeln, 1 gekochtes Ei, ein Stückchen Ingwer, 1 Eßl. Olivenöl, 1 Eßl. Sojasauce, Gemüsebrühepulver für 400 ml Flüssigkeit. Ziehzeit: 10 Minuten.

Gemüsespaghetti-Suppe:

1 halbe Frühlingszwiebel in Ringe geschnitten, je ein Stück Möhre und Kohlrabi mit dem Spiralschneider in dünne Spaghetti geschnitten, 6 Eßl. Kurzfadennudeln, 1 Eßl. Olivenöl, Gemüsebrühpulver für 400 ml Flüssigkeit. Ziehzeit: 10 Minuten.

Minestrone dünn gehobelt

Je ein Stück Lauch oder Zwiebel, Möhre und Kohlrabi, 1 Eßl. Olivenöl, Gemüsebrühpulver für 400 ml Flüssigkeit und als Topping extra eingepackt: Röstzwiebeln. Ziehzeit 10 Minuten. TiPP: Wer einmal mehr Hunger hat, gibt noch ein paar Löffel Kurzfadennudeln oder Couscous dazu.

Tiefkühlgemüsesuppe mit Fetawürfeln

Tiefkühlgemüse, 5 Eßl. Couscous, 1 Eßl. Olivenöl, Gemüsebrühpulver für 400 ml Flüssigkeit. Als extra verpacktes Topping ein paar kleine Feta-Würfel. Ziehzeit 10 Minuten.

Cremige Kartoffelsuppe mit Röstzwiebeln oder Fetawürfeln

Kartoffelpüreepulver für 400 ml Flüssigkeit (Siehe oben die Beschreibung bei den allgemeinen Zutaten), 1 Eßl. Olivenöl (im extra Behälter mitnehmen, sonst klumpt das Pulver bis zum Aufbrühen!). Wenn das Püreepulver ungwürzt ist, was ich empfehle, etwas Gemüsebrühpulver (weniger als für 400 ml Flüssigkeit). Als Topping gewürfelten Feta oder ein paar Röstzwiebeln extra verpackt. Ziehzeit 10 Minuten.

Resteverwertung

Bei Tupperware heißt es immer: Mit Tupperware hat man keine Reste, sondern Vorräte für morgen. Wie wahr das auch wieder hier ist.

Man braucht für die Suppen immer nur sehr kleine Mengen frischen Gemüses, Zwiebeln, Ingwer oder Knoblauch. Wenn etwas davon übrig ist nach ein paar Tagen Suppenküche auswärts habe ich einen guten Tipp, diese Reste in Vorräte zu verwandeln.

Die Gemüsereste sehr fein hacken, zerkleinern oder schneiden. Mit etwas Olivenöl in der Mikrowelle bei 800 W im geschlossenen Behälter ohne Wasserzugabe 5-8 Minuten weich dünsten. Mindestens einmal zwischendurch umrühren. Die gegarten Gemüsereste werden jetzt in einen Eiswürfelbehälter gefüllt und eingefroren. Die einzelnen Gemüsewürfel kann man später leicht entnehmen und für weiter Suppenkreationen-to-go oder andere Gerichte daheim verwenden.

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