Quitttenmus

Quittenmus – für sich allein schon köstlich – als Basis verschiedener süßer Leckereien.

Quittenmus ist nichts anderes als Apfelmus, nur eben aus Quitten. Ich fülle es, genau wie Apfelmus einfach gleich heiß in Schraubverschlussgläser und so hält es sich bis zur nächsten Ernte.

Was mache ich auch Quittenmuss? Pur oder gemischt mit Apfelmus (was eben da ist) als Belag auf Hefeteig und dann Streusel darüber, als Beilage wie Apfelmus zu Süßspeisen oder Eis, im Quark.

Gleich nach dem Kochen weiter verarbeitet zu Quittenkonfekt oder Fruchtschnitten.

Zutaten:

  • reife Quitten
  • pro kg Quitten etwa 300 ml Orangensaft oder Apfelsaft (geht auch mit Wasser)
  • ich gebe noch Saft und Schale von 1-2 Poncirus (Bitterorangen)-Früchten mit hinein

Zubereitung:

Von den Quitten unter fließendem Wasser den Flaum mit den Händen wegreiben ( der wird bitter beim Kochen!).

Quitten in Stücke schneiden und mit Saft oder Wasser im Topf zum Kochen bringen. Alles zugedeckt leicht köcheln lassen. Immer wieder umrühren, wie beim Apfelmus auch. Quitten brauchen aber etwas länger als Äpfel, bis sie zerfallen. Das hängt allerdings auch von der Sorte und dem Reifegrad ab.

Wenn die Quittenstücke vollkommen zerfallen sind, entweder durch die flotte Lotte reiben und den Brei auffangen oder, wie ich es mache, durch eine “elektrische Flotte Lotte” als Aufsatz zu meiner Kitchen-Aid-Maschine pürieren. Diese Art Püriermaschinen gibt es auch mit Handkurbel und sie werden vor allem zum Tomatensaucenmachen verwendet (Suchbegriffe: manueller Entsafter, Beerenpresse, Obstpresse, sieht aus wie Fleischwolf mit langem Rüssel).

Tomatensugo selbst machen
Flotte-Lotte-Aufsatz für Küchenmaschine
Beerenpresse handbetrieben

Wenn gewünscht, kann jetzt noch mit Zucker gesüßt werden. Das mache ich aber meist erst bei der endgültigen Verwendung.

Den Brei noch einmal gründlich und durch und durch Erhitzen bis fast vor dem Kochen. Dabei wird er sterilisiert und somit haltbar. Nicht kochen, denn dann spritzt der sehr heiße Brei sehr unangenehm auf die Haut!

Sofort in Schraubverschlussgläser einfüllen, fest verschließen, ein paar Minuten auf dem Deckel stehen lassen und dann umdrehen und abkühlen lassen.

TiPP:

Lässt man den Brei gleich noch ein wenig einkochen, erhält man eine Quitten-Marmelade, die ich jedem Gelee (eingedickter Saft) eindeutig vorziehe. Geschmack, Konsistenz und wertvolle Inhaltsstoffe sind mir in dieser Form lieber als das dünne-durchsichtige Gelee.

Hält mindestens ein Jahr.

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