Mädesüß-Sirup

Im Juli blüht das Mädesüß reichhaltig an Bächen und Weihern oder in feuchten Wiesen. Aus den Blüten macht man, ähnlich wie beim Holunder, einen sehr aromatischen Sirup mit ganz eigenem Geschmack.

Holundersirup kennt heute fast jeder. Bekanntester Verwendungszweck ist wohl der „Hugo“. Sekt, Sirup und Minze. So wie der Holundersirup hergestellt und verwendet wird, macht man auch Mädesüßsirup und verwendet diesen.

Ich aromatisiere damit vor allem Salatdressings. Man kann ihn auch mit Mineralwasser aufgießen und hat ein erfrischend-aromatisches Getränk.

Das Mädesüß ist kaum zu verwechseln. Sein Geruch ist schwer zu beschreiben und sehr charakteristisch. Geruch und Geschmack sind in den Blüten und jungen Blättern enthalten. Beides erinnert an Waldmeister, Heu und Bittermandel.

Zutaten:

  • Blüten vom Mädesüß. Blütezeit: Juli. Frisch aufgeblüht oder voll erblüht haben sie am meisten Aroma.
  • Zucker
  • Wasser
  • Zitronensaft oder Zitronensäure (in kleinen Tütchen wie beim Backpulver im Supermarkt erhältlich)

Zubereitung:

Ich gebe hier keine konkreten Mengenangaben. Es ist auch nicht nötig. Es kommt immer darauf an, wie viel Blüten man ernten kann oder wie viel Sirup man für den eigenen Gebrauch eben herstellen möchte.

Zuerst muss man einen Zuckersirup kochen. Dazu Zucker und Wasser zu gleichen Teilen (also 1 kg Zucker auf 1 l Wasser) vermischen und aufkochen, damit der Zucker vollständig gelöst wird. Dann auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Den Sirup kann man bereist am Vortag herstellen.

Wer weniger Zucker verwenden möchte, kann das tun. Zucker ist hier aber auch ein Konservierungsmittel und Träger für die Aromen. Der Sirup wird nur zum Würzen und stark verdünnt verwendet, so dass pro Portion dann nicht mehr viel Zucker übrig bleibt.

Bis die Zuckerlösung wieder abkühlt (ich mache das immer gleich am Morgen oder ma Vortag), kann man die Blüten pflücken gehen.

Die geernteten Blüten werden dann auf ebener Fläche im Schatten ausgebreitet. So krabbeln möglichst viele der kleinen schwarzen Käferchen aus ihnen heraus und landen nicht im Sirup. Die Blüten können ruhig auch anwelken.

Dann werden die Blüten in die zimmerwarme Zuckerlösung gegeben. Man braucht so viele Blüten beziehungsweise Zuckersirup, dass die Blüten gerade damit bedeckt sind, wenn man sie in den Topf mit einem Kochlöffel drückt.

So ziehen die Mädesüßblüten im Zuckersirup wieder für ein paar Stunden.

Danach werden Blüten und Sirup durch ein Abseih-Tuch, das in einer Schüssel hängt, durchgesiebt. Die Blüten im Tuch sehr fest auspressen und die austretende Flüssigkeit sammeln.

Den nun fertigen Sirup mit etwas Zitronensaft oder Zitronensäure abschmecken und im Topf wieder kurz aufkochen lassen.

Sofort in Flaschen mit Schraubverschluss geben. Fest verschließen, kurz hinlegen, dass die Hitze den Deckel von innen desinfiziert. Dann stehend abkühlen lassen.

Der fertige Sirup, dunkel gelagert, hält mindestens ein Jahr, ich verwende in auch noch nach zwei Jahren. Der Geschmack bleibt erhalten.

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