Kräuter durch Tiefkühlen konservieren

Hat man im Frühjahr oder Sommer viele frische und aromatische Kräuter wie Schnittlauch oder Petersilie im Garten oder auf dem Balkon, können sie problemlos eingefroren werden. Geschieht dies in kleinen Portionen, hat man Kräuterlinge zur späteren Verwendung in der Küche.

Einige Kräuter kann man gut einfrieren. Damit sie später zum Gebrauch auch portionsweise entnommen werden können, friere ich sie in Eiswürfelbereitern ein.

Am besten eignen sich für diese Art des Konservierens Schnittlauch, Petersilie, Winterheckenzwiebel oder Dill.

Man kann aber auch eine Würzmischung aus verschiedenen Kräutern ähnlich der im Handel käuflichen Kräutermischungen im Tiefkühlregal zusammenstellen. Da kommen dann auch Oregano, Majoran,  Thymian, Salbei und andere hinein.

Ich persönlich ziehe bei den eben aufgezählten allerdings das  Trocknen vor.  Petersilie und Schnittlauch allerdings verlieren beim Trocknen zu viel Aroma, die sind besser im Eisfach aufgehoben.

Die Kräuter werden gewaschen, wenn nötig von den Stielen gezupft und klein gehackt. Schnittlauch wird in kleine Röllchen geschnitten.

Nun füllt man die geschnittenen Kräuter in die Behälter zum  Eiswürfel bereiten.

So könnte man sie schon einfrieren. Dabei zeigt sich später beim Herausnehmen aber ein Problem. Die Kräuter liegen zum Teil lose in den Abteilungen.

Daher füllt man vor dem Einfrieren die mit den Kräutern fest gefüllten Eiswürfelbehälter bis zu den Markierungen mit Wasser und friert dann ein.

Benötigt man später zum Beispiel ein wenig Schnittlauch für die Suppe. Kann man einfach einen gefrorenen Schnittlauch-Wasser-Eiswürfel entnehmen und in die Suppe geben.

Wer nicht genügend Eiswürfelbereiter hat, kann die gefrorenen Kräutereiswürfel auch aus den Behältern lösen und locker eingefüllt in normalen Gefrierbehältern weiter im Gefrierschrank lagern.  So ist der Eiswürfelbehälter wieder frei für die nächsten Kräuterwürfel.

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6 Antworten auf „Kräuter durch Tiefkühlen konservieren“

  1. Hallo Achim, vielen Dank für die Antwort. Ja, Schnittlauch 2018, geschnitten mit samt den Blüten, diese sind ja noch intensiver. danke auch, es liegt an den Bechern.

    Noch was, ich habe einen Schnittlauch seit Jahren in einem wunderschönen Terakotta Topf, ca, 20×20 cm. Klar kiegt er Dünger. Im Garten gepflanzt mit Kompost ist natürlich besser im Geschmack.
    Wollte den in den Garten pflanzen, und bekomme ihn nicht aus dem Topf. Mit Messer nix zu machen. Er geht nicht raus. Den Topf kaputt machen will ich ich nicht, der war nicht billg. Vieleicht ordentlich wässern?

    Der Post über die Winterheckzwiebel gefälllt mir, wird probiert.
    Grüße aus Franken, Helga, Toskanafan

    1. Hallo Helga, die Dosen waren vielleicht einfach nicht aromadicht und so verflog es in der Kühltruhe.
      Wegen deinem getopften Schnittlauch würde ich eher das Gegenteil probieren. So trocken wie möglich werden lassen, dann verliert Erde und Wurzeln an Volumen und lösen sich vielleicht eher aus dem Topf.
      Ach und wegen der Winterheckenzwiebelsache könntest du mir einen Gefallen tun. Kommentiere doch kurz unter dem Beitrag dort, dass du das auch mal probierst. Dann hab ich es ein wenig gesammelt an einer Stelle, wer sich auch so eine Winterhecke im Topf oder Garten anschafft.

      Liebe Grüße auch aus Franken, der Achim

      1. Danke, mit trocken wusste ich, ging auch nicht. mal sehen ob es der Blumenzwiebelpflanzer schafft, denk er ist zu kurz. das wäre radikal
        Grüße aus Franken, Helga, Toskanafan

        1. OH weh, Helga, es klingt also so, als müsste einer auf alle Fälle leiden. Der Schnittlauch oder der Topf… Aber mit dem Blumenzwiebelpflanzer bekommst du ja einen kleinen Horst heraus, vielleicht. Der wächst dann wieder weiter im Garten. Ich teile meine Schnittlauche im Garten auch alle paar Jahre, damit sie wieder neuen Schwung bekommen. Also ich drück dir die Daumen, dass vielleicht so ja „beide“ überlebe können. Liebe Grüße aus Franken, der Achim

  2. Ich denke, da hab ich was falsch gemacht. Ich habe ganz viel Schnittlauch eingefroren, bis dahin ok. Doch ich hatte nicht genügend Tupperdosen, also dachte ich die einfachen Fleischsalatbecher, die man beim Fleischer bekommt, würden für den Winter schon gehen,,,,, hat nun einiges an Aroma verloren, meinst Du es liegt an den Bechern?
    Grüße aus Franken, Helga, Toskanafan

    1. Hallo Helga, als alter Tupperer muß ich natürlich sagen, dass es auf alle Fälle an den Billigbechern liegt 😉
      Als ehrlicher Selbstversorger sage ich, es kann sein, muß aber nicht. Wenn die Becher, und das tun sie glaube ich nicht, nicht richti gut schließen, kann natürlich über die Wochen und Monate schon Aroma verfliegen. Die Zeit spielt auch eine Rolle, wir reden schon von Schnittlauch von 2018 oder? Sonst wäre das der Grund für den Geschmacksverlust. Ganz so vielseitig aromatisch wie frisch geschnittener wird er auch nicht schmecken. Aber kräftig nach Schnittlauch schmeckt meiner schon noch, wenn ich im Winter welchen auftaue. Hast du ihn geschnitten und in diese Behälter und dann eingefroren? Ich schneide ihn und friere ihn eben in den relativ kleinen Behältern des Eiswürfelbehälters ein. Da sind sie schnell gefroren, vielleicht schneller als, wenn du so einen Fleischerbecher befüllst und einfrierst. Je schneller etwas durchfriert, desto besser ist es immer. Vielleicht ist das auch ein Grund. Ansonsten fällt mir jetzt auch keine Erklärung ein. Wie gesagt, Schnittlauch verliert schon immer an Geschmack beim Einfrieren. Aber besser als Trocknen, da hat er danach ja gar keinen Geschmack mehr. Winterheckenzwiebel zum Beispiel ist nach dem Trocknen, ähnlich wie Lauch noch immer sehr aromatisch.
      Jetzt gibt es ja ganz bald wieder frischen Schnittlauch im Garten, freuen wir uns drauf. Liebe Grüße der Achim

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