Über das zeitgemäße Selbstversorgen

Was verstehe ich unter einem zeitgemäßen Selbstversorger? Mit was versorge ich mich selbst? Welche Inhalte findet man bei achimsgartenzumessen.de?

Meine Vorstellung von Selbstversorgung und mein Blog

Ich denke, dass diese Fragen und vielmehr noch die Antworten dazu, sowohl interessant als auch bedeutsam für jeden sind, der meine Seite regelmäßig besucht oder besuchen möchte.

Sich zeitgemäß selbst versorgen

Genau darum geht es hier im Blog. Sich selbst versorgen heißt ja zu allererst einmal, daß man von niemandem abhängig ist, als von sich selbst. Nun es gibt viele Selbstversorger-Gruppen und Einzelkämpfer, die genau das sehr wörtlich nehmen. Da redet man davon autark zu sein. Ich finde, das muß ein schönes Gefühl sein, zu wissen, egal was kommt, mir wird es an nichts fehlen. Ich kann mich selbst versorgen und bin unabhängig. Ich werde immer überleben.

Nun, vielleicht es es dieses blosse „Überleben“, weswegen ich nach eben dieser völligen Unabhängigkeit noch nie wirklich strebte. Ich will etwas mehr. Ich will leben und nicht nur überleben. Ich will genießen, schwelgen oder mir auch einmal etwas gönnen.

Ich genieße es, in der heutigen Zeit in dem unfassbaren Luxus zu leben, immer alles, was man zum Leben oder von mir aus auch Über-Leben benötigt, erwerben zu können. Geht es um Lebensmittel, die tägliche Nahrung also, ist das sogar mit immer weniger finanziellen Mitteln möglich. Ich genieße das, möchte auf etliches einfach nicht verzichten. Gleichwohl bin ich kein Konsumfetischist. Ich möchte bewusst und verantwortungsvoll konsumieren. So weit einem das möglich ist.

Mir liegt also nicht an einem all zu strengen Gebrauch des Wortes Selbstversorger. Ich finde die Idee gut, mir gefällt es produktiv für mein tägliches Leben, meine Nahrung tätig zu sein. Mir gefällt die Arbeit im Einklang mit der Natur und den ewig sich wiederholenden Rhythmen des Lebens. Wir sind – ob wir es nun  wollen und  bewußt wahrnehmen oder nicht – ein untrennbarer Teil dieses Großen und Ganzen. Mir ist es wichtiger, das zu spüren, als sagen zu können, ich bin vollkommen unabhängig und ein perfekter Selbstversorger. So lange ich in der Gesellschaft und dem sozialen Gefüge, das mich auch mit trägt und schützt,  lebe, werde ich das wohl auch nie sagen können. Egal, wie ich mich anstrenge. Zeitgemäße Selbstversorgung heißt für mich also realistische und lebbare Selbstversorgung als eine Art des bewussten und aktiven Lebens.

Mit was versorge ich mich selbst?

Im Laufe meines Lebens und gerade der letzten Jahre, hat es sich meine Leidenschaft hierzu entwickelt und präzisiert. Wie ich da hin kam, und wo ich heute stehe, habe ich in der Kategorie: Garten-Küche-Vorratskammer oder wie alles wurde, was es ist, beschrieben. Dort  geht es um meine Gartenleidenschaft, meine Küchenerfahrung  oder meine Erkenntnis zur Vorratshaltung .

Ich versorge mich – oder besser uns, als Zweipersonenhaushalt bei voller Berufstätigkeit – mit Obst und Gemüse aus eigenem Anbau selbst. Um dieser, dem Begriff Selbstversorgung, so anhaftenden Unabhängigkeit ein wenig näher zu kommen, soll dies rund ums Jahr geschehen. Weil wir eben nicht auswandern wollen in wärmere und exotische Gefilde,  sondern hier im von uns so geliebten Frankenland bleiben, bedeutet das: es müssen im Sommer Vorräte für den Winter angelegt werden. Im Winter wächst hier kein Gemüse.

Und das mußte ich nach dem Anbau von Obst und Gemüse erst einmal lernen, das Konservieren und Lagern.

Was nützen Anleitungen zum Bau von Erdmieten, in denen die Ernte eines ganzen Feldes gelagert werden kann, wenn ich selbst nur ein Kistchen Möhren oder ein paar Kartoffeln ernte? Was mache ich mit dem Ratschlag, die Wurzeln im Keller zu lagern, in einem Eck mit aufgehäuftem Sand? Mein Keller ist gefliest, trocken und warm. Schwerer als Anleitungen zum biologischen Anbau von Gemüse ist das Auffinden hilfreicher Konservierungs- und Lagermethoden. Auch für zeitgemäße Haushaltsgrößen und Lagermöglichkeiten.

Meine  Art der Selbstversorgung klappt sehr gut. Wir essen Obst und Gemüse, wie es je nach Saison zur Verfügung steht. Sollte ich etwas für ein Rezept benötigen, das ich nicht selbst habe, dann kaufe ich es. Undogmatisch und unverkrampft. Denn sowohl Zitruspflanzen als auch manche saisonale Produkte kann ich zeitlich und flächenmäßig nicht 100%ig selbst anbauen. Dennoch gibt es im Winter bei mir nichts mit frischen Tomaten, Beeren oder Zucchini. Bei der heutigen Auswahl wirklich saisonaler Produkte in den Verkaufstheken, sogar in den Bioläden, ist das auch nicht nötig um Abwechslung auf den Tisch zu bringen.

Welche Inhalte findet man bei achimsgartenzumessen.de

Wir sind also im Haushalt zwei Personen. Beide sind wir berufstätig. Nicht nur im Garten sondern auch in der Küche soll es bei mir so natürlich wie möglich zugehen. Unveränderte, unverarbeitete oft auch biologische Produkte sind mir unwahrscheinlich wichtig. Zusatzstoffe, künstliche Stoffe, überteuerte Nonsensprodukte wie Tüten für xyz sind mir ein Greul.

Kochshows, Rezepte auf sozialen Medien, Magazine. Wir werden überflutet von Rezepten und doch kocht fast niemand. Durch unser Geschäft weiß ich, wie erschreckend wenig gekocht wird. Wir erschreckend wenig Fähigkeiten oder benötigtes Basiswissen zum Kochen oder Lebensmitteln vorhanden ist. Ein Nachteil, zeitgemäß zu sein und das Konsummierbare im Lebensmittelsektor auch -unwissend – zu konsummieren. Kann ich schon davon reden, daß altes Wissen droht verloren zu gehen? Ich habe die Sorge, dass es so ist. Oder wie erkläre ich mir die Plastikflaschen mit Halbfertigteig für ganz normale Pfannkuchen ? Geschälte Kartoffeln im Glas? Tüten mit viel neutraler Stärke als Füllstoff und ein paar Gewürzen und E-Stoffen, damit eine Sauce Bolognaise oder ein Gemüseauflauf kredenzt werden können? Und wenn ich dann in der Schlange vor der Kasse sehe, in welchen Mengen dies alles gekauft wird, so ist mir klar: Das alte Wissen, sich ein Essen selbst zu kochen ist verschwunden…

Müsste man also das schöne Wort Selbstversorger so weit herunter brechen, dass man schon jemanden so bezeichnet, der in der Lage ist aus Grundnahrungsmitteln etwas zu kochen oder zu backen?

Genau das sind die Inhalte meines Blogs.

Wie kann ich mir neben dem Job und vielleicht der Familie und Hobbies täglich etwas Schmackhaftes und Vollwertiges auf den Tisch zaubern? Mit Lebensmitteln, die noch für Leben und nicht für totverarbeitete Materie stehen? Mit alltäglichen Lebensmitteln, die ich immer zu Hause haben kann und die zum größten Teil keine Weltumrundung vom Erzeuger in meine Küche hinter sich haben. Mit Rezepten, für die ich meist nicht erst in Spezialabteilungen und Läden shoppen muß. Mit Techniken die jeder kann und ohne viel Übung hinbekommt.

Und wenn dann die Freude am Kochen und der einfachen Zubereitung geweckt ist. Man auf den Geschmack an dieser neuen alten Qualität des eigenen Essens gekommen ist, kommt der nächste Schritt. Gerade Erhältliches oder nciht Verwendetes haltbar machen und nicht wegwerfen. Saisonales Obst und Gemüse ist unschlagbar günstig, geschmackvoll und von bester Qualität. Wer sich saisonal bevorratet, hat länger von diesen Produkten. Bioladen, Hofladen, GemüseAboKiste und was es hier heutzutage bereits alles wunderbares gibt sind ebenso Vorratslieferanten wie der eigenen Balkon, die Parzelle oder der Hausgarten. 

Wie kann ich das lagern oder konservieren? Auch das beschreibe ich bei achimsgartenzumessen.de. Vielleicht gibt es ja auch den einen oder anderen, der seinen Garten oder Balkon dann auch vermehrt zum Anbau eigenen Gemüses oder frischen Obst nutzt.

Auf die Menge an Obst, Gemüse oder Kräutern kommt es nicht an. Auch kleine Mengen können konserviert oder im täglichen Essen frisch verarbeitet werden.

Was also ist das Besondere an meiner „Rezepteseite“ oder „Selbermachseite“?

Man kann das hier Gezeigte im Alltag mit einfachen Mitteln umsetzen und realisieren. Vielleicht gibt es optisch anregendere Rezeptbilder. Aber wer kocht das nach? Wie oft? Mit welchem Materialaufwand? Und wieviele Stunden müssen investiert werden? Ganz zu Schweigen vom übergroßen Kaloriengehalt und minimal kleinem Alltagsbezug. Diese Bilder kann man anschauen und sich daran erfreuen, was möglich ist. Ich mache es ja auch. Aber das größere Erfolgserlebnis wird man haben, wenn ein Rezept auch wirklich gelingt, der Aufwand dabei gering ist UND es mir schmeckt, mich sättigt und mich im Alltag gesund ernährt.

Meine Rezepte sollen nachgekocht oder gebacken werden. Im Alltag für sich und die Familie oder für gesellige Stunden mit Freunden. Unaufgeregt aber aber doch begeisternd.

Das ist es also worüber ich schreibe und was ich mir von meinen Artikeln im Blog wünsche.

Über Rückmeldungen zur Seite, zu einem Rezept oder über Fragen in Mails und Kommentaren freue ich mich sehr.

Vielleicht hören wir einmal voneinander. Wo man mich findet, ist ja jetzt klar.

Eine schöne Zeit und viel Freude beim Kochen, Ausprobieren und Genießen wünscht Achim

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