Gemüse to-go – Essen für Unterwegs. Eine Buchrezension

Gemüse to-go, vielfältige Gemüseküche zum Mitnehmen zur Arbeit, für Büro, Schule, Studium oder Kindergarten. Über 100 vegetarische Rezepte für Unterwegs.

Gemüseküche für Untewegs

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Als mich der Löwenzahn-Verlag fragte, ob ich ein Kochbuch hier im Blog vorstellen möchte, war ich doch sehr gespannt, was mich bei dem Titel erwartet:

Gemüse to-go. Übe 100 Rezepte für Unterwegs

von Thomas Hofmann

Weiter steht da: für Büro, zum Picknick, für Kinder und auf jeder Party.

Jetzt bin ich aber wirklich neugierig. Ein Kochbuch allein für die Gemüseküche ist ja schon in meinem Sinn. Gerichte zum Mitnehmen, speziell für ein Picknick packt mich. Erinnerungen werden wach. Fing ich nicht vor über 25 Jahren selbst an, handschriftlich ein Picknick-Kochbuch zu schreiben. Die Essensform „Picknick“ reizt mich schon immer und doch gibt es – bis heute übrigens – kein praxistaugliches und gutes Buch dazu. Werde ich also hier fündig?

Was erwarte ich von einem Gemüse-to-go Buch?

Ich setze mich an meinen Schreibtisch und notiere die Gedanken, die mir zum Thema Gemüse und „to-go“ in den Sinn kommen:

  • selbst gekochtes Essen, das am kommenden Tag mit zur Arbeit genommen werden kann.
  • einfach oder besser, schnell (nach Feierabend?) zu zu bereiten soll es dann sein.
  • variable Rezepte hätte ich gerne, damit nicht das Einkaufen mehr Zeit in Anspruch nimmt, als das Kochen oder Essen. Mit einem Rezept mehrmals was anderes auf dem Tisch, das wäre es.
  • keine Kunst am Teller möchte ich sehen, sondern transportierbare Gerichte, die am Arbeitsplatz rasch verzehrfertig sind.
  • Vielleicht was zum „auf Vorrat kochen“ dass man nicht nur am folgenden Tag etwas zum Essen hat?
  • natürlich Gemüse in der Hauptrolle und wenn es nach mir geht, bodenständiges, regional und saisonal erhältliches Gemüse. Und bitte so zubereitet, dass es sowohl seinen Geschmack als auch die positive gesundheitliche Wirkung behält.
  • finde ich neue Ideen für die alltägliche Gemüseküche?
  • und schließlich: wie weit geht es im Buch tatsächlich ums Picknicken?

Hätte ich mich doch blos nicht zu dieser Liste hinreißen lassen. Die ist ja ellenlang und nach allen Kriterien soll ich jetzt das Buch durchgehen?

Andererseits verspricht das Buch „über 100 Rezepte“ und kommt mit einem sehr angenehmen festen Einband als richtiges Buch daher. Kein 5 € Ramschkisten-Allerwelts-Kochbuch. Dann muss es schon einigen Fragen stand halten, finde ich.

Wird das Buch meinen Anforderungen gerecht werden?

Witzig ist ja, dass gleich das erste Rezept, das mir ins Auge fiel, gleich durch alle meine Raster fiel. Ein das Auge erstklassig ansprechender „Low-Carb-Blütenreis mit Feta und Pistazien“ blickte mich da aus dem Buch an. Aber mal ehrlich, ist das die unkomplizierte Küche am Feierabend für morgen im Büro? Ein halber weißer Blumenkohl, ein halber violetter Blumenkohl und ein halber Brokkoli werden benötigt. Auch Pistazien oder die Modebeeren Goji müsste ich erst umständlich besorgen. Gut, dass wenigstens Blüten nicht mal drin sind, wo bekäme man die wieder her. Und violetter Blumenkohl? Ich kenne ihn aus Samenkatalogen, aber habe noch nie welchen gesehen. Da renne ich Tage, bis ich den habe und brauche doch nur einen halben. Was mache ich mit den anderen halben Sachen? Optisch toll, praktisch also eine Null.

Ich gebe aber nicht nach. Man soll sich nicht vom ersten Eindruck leiten lassen. Was, wenn ich ein anderes Rezept zuerst aufgeschlagen hätte? Fangen wir also Vorne an.

Na bitte. Da sieht es doch schon gleich ganz anders aus. Jetzt gefällt mir das Buch. Ich studiere die Rezepte wie einen Roman, immer gespannt, ob ich noch mehr wirklich interessante Sachen finde.

Also ran an die obige Liste und Punkt für Punkt beantwortet!

Selbst gekochtes Essen, das am kommenden Tag mit zur Arbeit genommen werden kann.

Gemüseplätzchen mit verschiedenen Hummusarten. Getreide-Gemüse-Laibchen (Bratlinge) mit Gemüsepüree. Schichtsalat in Variationen, Salate, Suppen und sogar Gemüseburger mit selbst gebackenen Burgerbrötchen oder Sandwiches mit Dips und Aufstrichen werden da aufgetischt.

Strudel, Aufläufe und Gratins kann man wirklich einfach zubereiten. Sie haben den Vorteil, dass ich sie ganz normal auch zum Mittag daheim kochen kann, aber eben mehr. Der Rest kommt später mit auf die Arbeit oder in die Schule. Was ich ja selbst auch hier im Blog immer wieder bei meinen entsprechenden Rezepten vorschlage.

Die erste Frage ans Buch ist beantwortet. Die Antwort überzeugt vollkommen.

Einfach oder besser, schnell (nach Feierabend?) zu zu bereiten soll alles sein.

Ich denke fast, dass wir hier überhaupt den entscheidenden Faktor vor uns haben. Gerichte für Arbeit, Schule, Studium, Kindergarten müssen logischer Weise abends nach Feierabend zubereitet werden.

Haben wir hier also über 100 Rezepte, die uns genau das erleichtern und so für gesunde Pausenverköstigung sorgen?

100 wohl eher nicht, aber doch bestimmt 85. Und die restlichen 14 kochen wir für uns am Samstag oder Sonntag zum Mittag. Somit haben wir alle Rezepte verwendet. Ok, eines fehlt, das ist der lila Blumenkohl, den lassen wir einfach einmal beiseite. Wer weiß, vielleicht begegnen wir einmal unerwartet einem. Dann schnell kaufen und das Rezept probieren.

Pauschal kann mal wohl alle köstlichen grünen, marinierten oder Hülsenfrüchte-Salate als sehr schnell zubereitet betrachten. Schichtsalate werden aus einzelnen Salaten kreiert. Wer es warm möchte nimmt sich eine Suppe mit. Die gibt es auch, schnell gemixt in Kalt für den Sommer. Aufstriche, Dips, Pestos oder Saucen zum Brot oder wieder zu viel frischem Gemüse sind auch am Abend wirklich rasch zubereitet.

Das war es , was ich zur zweiten Frage ans Buch im Buch vorfand.
Mich hat das wirklich überzeugt.

Variable Rezepte hätte ich gerne, damit nicht das Einkaufen mehr Zeit in Anspruch nimmt, als das Kochen oder Essen. Mit einem Rezept mehrmals was anderes auf dem Tisch, das wäre es.

Ihr ahnt es, der lila Blumenkohl fällt nicht in die Kategorie „wenig Zeit fürs Einkaufen“. Aber wie wäre es mit Äpfeln, Sellerie, Möhren, Rettich, Kartoffeln, Erbsen, Blumenkohl oder Kohlrabi und und und.

Dazu kommen Sahne, Eier, Salz, Pfeffer, Mehl, Gewürze und Käse. Für mich klingt das super schnell eingekauft oder gar bereits im Vorrat zu Hause. Schön und erwähnenswert: Der Autor nennt in vielen Rezepten auch die vegetarische oder vegane Alternativ-Zutat. Eigentlich wären es somit sogar 200 oder 300 Rezepte statt der genannten 100.

Sogar die „Wunderrezepte“ mit denen man jeden Tag neues auf dem Tisch hat und nur das eine oder andere Rezept benötigt, sind im Buch vorhanden. Gemüsepüree ist ein Rezept für Brei aus Kartoffeln mit Gemüse. Aber wie viele Variationen sind da möglich. Jeder Gemüsegeschmack kann hier bedient werden. Und wer selbst nicht so kreativ ist, kocht einfach eine genannte Variation. Waldorfpüree mit Sellerie und Apfel oder ein Erbsen-Wasabi-Püree machen doch schon Appetit beim Vorstellen.

Mindestens ebenso variantenreich sind die Getreide-Laibchen (Bratlinge aus Getreide) mit Gemüse. Oder die Gemüseplätzchen ( in Scheiben geschnittene Zucchini, Gurken, Möhren etc. ) mit Hummusvariationen, Cremes oder Pesto als „Sahnehäubchen“ oben drauf.

Ein nicht zu unterschätzender Vorteil dieser variablen „Wunderrezepte“ ist auch, dass ich meist verwenden kann, was ich ohnehin zu Hause habe. Wäre das eine übrige Hälfte lila Blumenkohl, dann gäbe es eben lila Gemüsepüree.

Dritter Punkt beantwortet und wegen den variablen „Wunderrezepten“
mit Pluspunkt ausgestattet.

Keine Kunst am Teller möchte ich sehen, sondern transportierbare Gerichte, die am Arbeitsplatz rasch verzehrfertig sind.

Die Rezepte sind alle anstandslos transportierbar. Wenn am Arbeitsplatz etwas daran zubereitet werden muss, ist es rasch geschehen. Meist ist es nur ein „Zusammenmischen“ oder „Warmmachen“.

Auf zwei Seiten beschäftigt sich Hofmann nur mit den Transportbehältern und springt hier, was mich persönlich stört, auf den allgemeingültigen Zug der Plastikverteufelung auf. Es gibt doch nichts praktischerers für Essen-to-go als Kunststoffbehälter. Dicht, leicht, meist bruchsicher und schier endlos wiederverwendbar. Wenn auf irgendeinem dieser wirklich schlimmen Fotos mit Tieren, die am Kunststoff verenden, so eine Box sein sollte, dann ist bestimmt nicht die Box Schuld oder der Kunststoff. Es ist der Mensch schuld. Und zwar nicht der, der seine selbst zubereiteten, regionalen, saisonalen und biologisch angebauten Gemüsegerichte in Plastik mit auf die Arbeit nimmt. Nein Schuld wäre hier der ignorante Mensch, der so etwas einfach in die Natur schmeißt, anstatt es, was auch der Anstand gebieten würde, ordentlich zu entsorgen und dem Recycling zu zu führen. Plastikverpackungen Einwegverpackungen, oft unnötig, müssen angeprangert werden, aber nicht Plastikpausenboxen. Alle die diese verteufeln, müssen auch ihr Laptop, Handy oder Tablet entsorgen und keines mehr verwenden, das besteht nämlich auch aus Plastik!

Mich ärgert das jedenfalls. Oder ist es Absicht? Sollen mit solchen in-Begriffen Leser angelockt werden? Vielleicht gilt das auch für das „low-carb“ (Achtung „in-Begriff“) Rezept mit optisch wirksamen lila Blumenkohl und den schön klingenden Blüten im Titel. Die einzigen Blüten, die drin sind, ist eben Blumenkohl und Brokkolie.

Vierter Punkt abgehakt und diskutiert.
Egal also worin, transportabel sind die Speisen alle gut.

Vielleicht was zum „auf Vorrat kochen“ , dass man nicht nur am folgenden Tag etwas zum Essen hat?

Viele Rezepte sind darauf ausgelegt, auf Vorrat gekocht werden. Pürees, Laibchen, Suppen. Aber auch Aufläufe, Strudel oder Quiches bereitet man für ein paar Tage vor. Vieles könnte sogar tiefgekühlt konserviert werden. Damit es nicht eine volle Woche lang Tofu-Gulasch, Gemüsegratin oder vegetarisches Chili gibt.

Zwar nicht schnell zubereitet (eher was fürs Wochenende) aber dafür zu 100% für die Kategorie Vorrat und Vorkochen sind die Aromapasten, Würzsaucen oder Gemüsebouillon. Wenn man berücksichtigt, wie oft man etwas von diesem Vorrat in seinem Büro-Essen verwenden wird, ist die Zubereitungszeit pro tatsächlicher Mahlzeit dann doch wieder eher gering.

mediterrane Würzpaste

Punkt fünf also wieder volle Punktzahl.

Natürlich Gemüse in der Hauptrolle und wenn es nach mir geht, bodenständiges, regional und saisonal erhältliches Gemüse. Und bitte so zubereitet, dass es sowohl seinen Geschmack als auch die positive gesundheitliche Wirkung behält.

Mir persönlich als Gemüse-Selbstversorger liegt an diesem Punkt viel. Warum immer so exotische Gemüse und nicht öfter auch die ganz normalen heimischen Produkte? Jede Saison im Jahr hat ihre eigenen Gemüsesorten und bringt somit Abwechslung und immer frische und inhaltlich wie geschmacklich reichhaltige Produkte auf den Tisch. Hier im Blog sammle ich gerade diese Saisonrezepte gar in einer eigenen Kategorie.

Welche Gemüse verwendet also der Koch, Gastrokritiker und Ernährungswissenschaftler Thomas Hofmann in seinem Buch?

Wurzelgemüse in Bouillon und Suppe, Rettich und Apfel-Suppe, Sommergemüse wie Zucchini, Tomaten, Paprika, Allroundgemüse wie Kohlrabi und Blumenkohl, Kartoffeln, Linsen und Bohnen. Mir langt das, ich bin begeistert, dass mit so normalen Gemüsen und Produkten gekocht wird. Einfache, abwechslungsreiche, gesunde und sicher schmackhafte (siehe Test am Ende des Berichtes) Gerichte sind daraus schnell zubereitet.

6. Frage ans Buch kann auch wieder
mit einem dicken Smiley abgehakt werden.

Finde ich neue Ideen für die alltägliche Gemüseküche?

Kurz und bündig: Ja!

Ich koche seit Jahren und rund ums Jahr mit sehr viel Gemüse oder fast nur mit Gemüse und doch habe ich Neues Entdeckt. Also für mich waren die Sachen nicht neu im Sinne von noch nie gehört. Sie sind eher neu für mich entdeckt. Eine neue Form von Aromapasten wurde sofort getestet. Heute gab es Getreidelaibchen mit Gemüsepüree. Und das mit dem was da war und nichts von dem was im Rezept stand und es war so lecker!

Ebli-Laibchen mit grünen Erbsen und Paprika dazu Gemüsepüree aus Kartoffeln und Palmkohl.

Man muss sich das Buch etwas erarbeiten, aber dann ist es eine Schatzkiste und auch versierte Gemüseköche finden ganz sicher noch etwas für sich.

Und schließlich: wie weit geht es im Buch tatsächlich ums Picknicken?

Nicht weit. Bis auf ein paar sehr schöne Fotos von dem Autor mit seiner Familie beim Picknick konnte ich nichts Spezielles hierzu finden. Auch spezielle Party-Rezepte gibt es nicht. Allerdings weiß ich, dass auf einer Feier immer Gäste sind, die auf Fleisch verzichten. Wie würden die sich über abwechslungsreiche neue Ideen freuen. Getreidelaibchen, Gemüsekekse mit Hummus, Schichtsalate und anderes. Alles besser als immer nur „Tomaten-Mozzarella“ und zum Sattwerden noch ein läbbriges Käsebrötchen, an dem auch noch Mett-Brösel von den Semmeln nebenan kleben. Und theoretisch ist ja jedes Rezept, das für Unterwegs geeignet ist, auch für Picknick und Party geeignet.

Böse bin ich wegen dem zu kurz kommenden Picknick aber nicht. Durch so vieles Anderes und Nützliches für mich wurde ich reichlich entschädigt. Und außerdem, wenn das Buch kein Picknick-Klassiker wird, habe ich wenigstens noch die Chance selbst Autor eines solchen zu werden.

Letzter Punkt zwar vom Autor eher vernachlässigt,
wird wegen in mir geschürter Hoffnung aber denn als „bestanden“ gezählt.

Empfehlenswertes Buch für Gemüse-freaks.

Damit sind alle meine Fragen beantwortet und meine Wünsche an ein Gemüse-to-go-Buch erfüllt. Ich habe Neues für mich entdeckt. Schon etliche Rezepte probiert und probieren lassen und kann sagen, dass die Pausen-Speisen wirklich lecker sind. Sie eigenen sich übrigens nicht nur für die Pause im Job, sondern schmecken frisch zubereitet auch ganz einfach daheim als Mittagessen.

Das Buch ist fachlich, inhaltlich, von der Papier- und Druckqualität oder dem Layout und Grafik einfach überzeugend bis begeisternd. Die Gerichte gelingen, sind praktikabel und alltagstauglich. Ja, sie schmecken sogar.

Kritik am Buch.

Warum, so frage ich mich, muss der Autor oder der Verlag dann die Leser, die er mit oben genannten überzeugenden Mitteln für sich gewonnen hat und gewinnen kann, vor den Kopf stoßen oder verärgern? Ich jedenfalls empfinde das so.

Etliche Bilder von Gerichten oder Produkten zeigen nicht das, was im Rezept beschreiben wird. Warum? Weil es so, wie es abgebildet eben wahrscheinlich schöner sein soll. So werden die Aromapasten mit dem Staubmixer püriert. Das sieht so aus. Es heißt ja auch Paste!

Abgebildet aber ist ein Produkt das höchstens durch den Fleischwolf gedreht wurde (wie ich meine Gemüsebrühenpaste mache). Es sind noch Gemüsestücke erkennbar was sicher leichter fotografisch in Szene zu setzen ist, den Pasten-kochenden Leser allerdings bei seinem Produkt enttäuschen wird. Die Paste schmeckt doch und ist so praktisch, warum dann die falschen Bilder. Selbst bei der Verwendung der Paste für „Fertig-Suppe“ die im Büro aufgebrüht wird, täuschen sie den Leser. Eine Suppe aus der Paste, wie gut sie auch schmeckt ist niemals klar, wie im Buch abgebildet, sondern trüb. Dann sollen in die Gemüsekraftsuppe fingerdicke Würfel an Wurzelgemüse. Warum bildet man dann eine (klare) Suppe ab mit in hauchdünne Streifen (mit dem Sparschäler gehobelt?) geschnittene Möhren? Wie die Gemüsekraftsuppe real aussieht, kann man weiter unten in meinen echten Fotos sehen.

Und schließlich, lädt er seine LeserInnen im persönlichen Vorwort auf seinen Blog ein. Und was findet der Besucher dort? Schöne Fotos von Gerichten. Aber das Rezept dazu „gibt es in Kürze“ oder so ähnlich steht dann darunter. Überhaupt scheint dort schon seit Monaten nichts Neues mehr dazu gekommen zu sein. Jedenfalls war es mir nicht möglich solches auf den Seiten im Internet zu entdecken. Also unter einem Blog eines Kochbuchautors und Ernährungswissenschaftlers stelle ich mir etwas anderes vor. Das ist kein Blog sondern eine optisch sehr schöne (sicher von Fachleuten nicht, von ihm gestaltete und erstellte), statische Internetseite. Schade, wieder wurde ich als Leser enttäuscht. Oder ist der Blog-Hinweis abermals ein Bedienen der Mainstream-Leser? Da schaut doch eh niemand nach, aber es klingt eben hip, einen Koch-blog zu haben?

So nun habe ich auch gesagt, was mir am Buch nicht gefällt. Weil der andere Teil, der Gefallen auslösende Teil des Buches, doch überwiegt, will ich unbedingt mit positiven und dem Buch gerecht werdenden Gedanken meine Buchvorstellung enden.

Echte Rezepte an echten Testpersonen getestet

Kauft das Buch und kocht etwas gesundes, lebt gesund und bewusst. Vorschlag von mir, wenn ihr nicht Lust habt jeden Abend für den nächsten Tag zu kochen, dann fangt mit einem Tag die Woche an. Oder noch besser. Jede Kollegin, jeder Kollege kocht einen Tag für alle. So habt ihr jeden Tag frisches und gesundes Essen und müsst nicht jeden Tag in der Küche stehen. Zudem ist die Arbeit, ob ich für eine Person koche oder für fünf nicht viel mehr.

Ich habe für meine KollegInnen aus Büro und Lager vorgekocht und alles zur Arbeit mitgenommen. Es gab „Hildegards Gemüsekraftsuppe“ mit Dinkelflädle und mediterraner Würzpaste. Hauptspeise war der Kürbisstrudel, wer wollte nachgewürzt mit „Balsamico-Würzsauce“. Zum Nachtisch hatten wir Obst-Crumble mit Tiefkühlobst Mango und Beerenmischung.

Die Vorspeise: Gemüsekraftsuppe

Die Hauptspeise: Kürbisstrudel

Der Nachtisch: Obst-Crumble

Und damit hat das Buch die letzte Probe mit Bravour bestanden. Geschmeckt hat es allen, auch wenn manche das Fleisch vermissten. Am allerbesten kam der Obst-Crumble an.

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