Erdbeertörtchen mit eingekochtem Biskuitteigboden

Einen Biskuitteig, eingekocht im Glas, belege ich gern mit frischem Obst aus dem Garten. Wenn überraschend Besuch da ist oder einfach für uns, wenn gerade eine kleine Portion Beerenobst geerntet wird.

Der Biskuitteig im Glas kann auf Vorrat zubereitet werden. Er hält sich ein Jahr oder auch länger. Ich habe ich auch schon nach zwei Jahren geöffnet und er ist wie frisch gebacken.

Das Rezept ist aus dem Weck-Einkochbuch, wo es Obsttörtchenboden heißt. (keine Werbung, habe das Buch vor Jahren selbst gekaut!)

Biskuitteig/Obssttörtchenboden im Glas:

Zutaten für 3 Sturzgläser zu je 580 ml Inhalt

Ein Glas gibt 4 kleine Obstböden.

  • 3 Eier
  • 150 g Zucker
  • 50 g Mehl
  • 50 g Stärkemehl
  • 2 gestrichene Teelöffel Backpulver
  • 50 g zerlassene Butter (lauwarm abgekühlt)
  • Butter zum Einfetten der Gläser
  • Semmelbrösel zum Bröseln der Gläser

Zubereitung :

Die Gläser müssen, wie im Foto zu erkennen ist, unten enger als oben sein und die Wand gerade, der Rand ohne Wulst. Sonst fällt der fertige Kuchenboden vor der Weiterverarbeitung nicht aus dem Glas heraus!

Etwas zimmerwarme Butter auf ein Küchenpapier geben und damit die Gläser von Innen (Boden und Seitenwände) gut buttern.

Einen gehäuften Esslöffel Semmelbrösel in ein Glas geben und diese durch vorsichtiges Drehen und Wenden des Glases gleichmäßig auf der Butter verteilen.

Brösel, die übrig sind, also nirgends haften blieben, in das nächste Glas schütten. Zusätzliche Brösel dazu geben und so das zweite und dritte Glas auch Bröseln.

Eier und Zucker in der Küchenmaschine sehr schaumig rühren.

Mehl, Stärke und Backpulver mischen und locker über die Zucker-Eimasse streuen. Vorsichtig mit dem Schneebesen von Hand unterheben.

Lauwarme, flüssige Butter unterrühren.

Teig auf die Gläser verteilen. Sie dürfen nur zur Hälfte gefüllt sein!

Den Glasrand sowie ein wenig an der Innenwand des Glases mit einem Küchenpapier von Fett, Bröseln und Teig befreien. Deckel mit Gummi aufsetzen und durch Klammern verschließen.

So kommen die Gläser nun in den Einkochtopf und werden für 120 Minuten bei 100°C eingekocht. Dadurch „bäckt“ der Teig und konserviert im Glas.

Nach der Einkochzeit aus dem Wasser nehmen, auf einem Handtuch abkühlen lassen und am nächsten Tag die Klammern entfernen.

Man kann, gerade wenn man mehr Vorrat anlegen will, die Gläser im herkömmlichen Einkochtopf konservieren. Wenn man nur einmal ein paar wenige Gläser, wie ich im Beispiel hat, kann man auch einen ausreichend großen Kochtopf nehmen und sie darin leicht köchelnd für 120 Minuten kochen. Wie ich im Kochtopf einkoche, habe ich im Rezept „Johannisbeeren statt Preiselbeeren“ beschrieben.

So hält sich der Obstkuchenboden im verschlossenen Glas in der Speisekammer 1 – 2 Jahre (oder länger). Der Kuchen ist sehr locker und feinporig.

Erdbeerküchlein auf eingekochtem Biskuitboden

Zutaten für 4 kleine Obstküchlein (Durchmesser ca. 8 cm)

  • 1 Glas eingekochen Biskuitteig (siehe oben)
  • 150 -200 g Mascarpone oder Frischkäse
  • Zucker
  • Zitronensaft
  • Vanille (gemahlenene Schote, Paste oder Vanillezucker statt Zucker pur)
  • Frische Früchte z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Brombeeren, Aprikosen, halbierte Weintrauben

Zubereitung:

Das Glas mit dem Biskuit öffnen und Kuchen vorsichtig herausstürzen. Er fällt fast von allein aus dem Glas, wenn gut gebuttert und gebröselt wurde.

Kuchen in 4 Scheiben schneiden.

Mascarpone oder Frischkäse mit Zucker, Vanille und Zitronensaft glatt rühren. Es hängt vom persönlichen Geschmack ab, wie viel Zucker , Vanille und Zitrone man verwendet. Wenn der Frischkäse recht fest ist und man nicht so viel Zitrone nehmen möchte, dass er cremig wird, kann man auch einen Esslöffel Wasser oder Sahne oder Milch einrühren.

Die streichfähige Creme verteilt man auf den Kuchenböden.

Jetzt belegt man die Küchlein mit dem gewaschenen und geschnittenen Obst und verziert mit frischem Grün (Zitronenmelisse) und Blüten aus dem Garten.

Ich nahm Wiesensalbeiblüten. Schön sind auch Rosenblütenblätter oder Gänseblümchen, blau kommen Lavendel oder Gundermannblüten daher.

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