Erbseneintopf

Getrocknete Erbsen, Wurzelgemüse und etwas Geräuchertes ergeben eine kräftigen Eintopf. Wer gleich die doppelte Menge zubereitet, hat kaum mehr Arbeit aber ein weiteres fertiges Mittagessen in der Tiefkühltruhe.

Zutaten für 4 Personen:

  • 130 g getrocknete Erbsen (ungeschälte grüne Erbsen verwenden, oder aus der eigenen Ernte getrocknete Palerbsen vom letzten Sommer)
  • 100 g Wurzelsellerie
  • 175 g Möhren und Pastinaken
  • 200 g Kartoffeln
  • 150 g Geräuchertes ( durchwachsener Speck, geräucherte und trockene fränkische Bratwurst) oder Kassler Kotelett
  • 600 ml Gemüsebrühe
  • Salz
  • Pfeffer oder Piment frisch gemahlen
  • Majoran
  • Thymian
  • 1-2 Esslöffel Öl

Zubereitung:

Am Vorabend die Erbsen in reichlich Wasser einweichen. Sie müssen ein paar Zentimeter mit Wasser bedeckt sein.

Zum Zubereiten des Eintopfes:

Erbsen durch ein Sieb abseihen und mit frischem Wasser übergießen. Sie müssen jetzt etwa 20 Minuten bei 35 bis unter 40 Grad ruhen. Dazu gleich 40 Grad warmes Wasser verwenden oder in einem Topf über sehr kleiner Flamme erwärmen. Siehe hierzu auch TiPP am Ende des Beitrages.

Wurzelgemüse putzen und in kleine Würfel schneiden.

Geräuchertes oder Kassler auch in Scheiben, Streifen oder Würfel schneiden.

Gemüse und abermals abgegossene Erbsen mit Geräuchertem in einen Topf geben.

Wasser mit Gemüsebrühpulver vermischen und über das Gemüse geben.

Eintopf zum Kochen bringen. Dann zugedeckt für 45 Minuten köcheln lassen.

Gegen Ende der Garzeit mit Salz und Gewürzen abschmecken. Öl dazu geben und gut verrühren.

Wer den Eintopf etwas cremiger haben möchte, geht ein paar mal mit einem Kartoffelstampfer hinein und zerdrückt dadurch einen Teil der Kartoffeln und anderen Gemüse, die somit die Suppe leicht binden.

Erbseineintopf mit Wurzelgemüse

Fertig ist der Eintopf. Er schmeckt frisch oder noch besser am nächsten Tag (gelagert im Kühlschrank). Wenn er vollständig abgekühlt ist, kann man ihn in geeigneten Behältern gut einfrieren.

TiPP:

Erbsen enthalten wie alle anderen Hülsenfrüchte und auch Getreide Phytinsäure. Gleichzeitig ist das Enzym Phytase enthalten. Erwärmt man nun vor dem Garen die Hülsenfrüchte (oder Getreide) für 20 Minuten auf knapp unter 40 Grad Celsius, so kann das Enzym die Phytinsäure abbauen. Über 40 Grad geht das Enzym kaputt und ist wirkungslos.

Diese Phytinsäure braucht der Keimling beim Wachsen, damit die gespeicherten Nährstoffe in z.B. der Erbse für ihn verwertbar werden. Ist allerdings die Säure im Lebensmittel noch vorhanden, verbindet sie sich mit Mineralien (Kalium, Calcium, Magnesium etc. ) die mit der Nahrung aufgenommen werden. Oder mit den Mineralien des Einweichwassers, das aus diesem Grunde immer weg gegossen wird.

Diese Verbindungen sind nun für den Körper nicht mehr verwertbar und sind nutzlos. Dabei sind die Mineralien für den Körper durchaus wichtig. Denkt man nur allein an die Krankheit der Osteoporose, wenn zu wenig Calcium vorhanden ist. Das geht so weit, dass die Phytinsäure, kommt sie unverändert in den Verdauungstrakt sich dort mit Mineralien, wie Calcium verbinden will. Das wird dafür dem Körper entzogen, wenn in der Mahlzeit nicht genügend vorhanden ist. Lässt man dagegen das Enzym die Säure abbauen, werden sogar noch weitere Mineralien frei und für den Körper verwertbar. Zudem wird die Verdaubarkeit verbessert. Gerade bei Hülsenfrüchten ist das ein großer Vorteil.

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