Die Küche- oder wie kocht man eigentlich Kartoffeln?

Eigene Kochbücher schon bevor es Blogs und Internet gab

Gekocht habe ich schon immer gern. Noch immer sind diverse Kochbuchversuche aus meiner Jugend in meinem Besitz. Handschriftlich oder dann mit Schreibmaschine verfasst. Die halte ich in Ehren.

Ebenfalls in bleibender Erinnerung sind mir meine Kochversuche, die Mutter nach der Arbeit mit einem fertigen Essen zu überraschen. Aber es gab kein Kochbuch im ganzen Haushalt, in dem zu lesen war, wie man Kartoffeln kocht. Ich schmunzle noch heute über mich und meine Anfangsschwierigkeiten.

Dann sammelte ich Rezepte. Man findet ja überall welche und vor allem auch immer wieder solche, die scheinbar super lecker sind und genial. Die werden kopiert, fotografiert oder heraus gerissen. Dazu kommen diverse Kochbücher allgemeiner Art oder nach Themen sortiert.  Erwähnte ich schon die vielen schönen Rezepthefte und Magazine? Meine Regale waren voll.

 

Wenn man plötzlich jeden Tag kochen muß

Ich habe auch wirklich gekocht, nach diesen Rezepte. Und es hat immer geschmeckt. Das war nicht das Problem. Schwierig wurde es, als ich nicht mehr allein lebte und  für das tägliche Kochen zuständig war. Noch schwieriger wurde es, wenn wir beide es schmackhaft finden sollten.

Immer das passende Rezept zum Gemüse zur Hand

Die Schwierigkeiten gipfelten mit den Ergebnissen meiner Gartenarbeit im neuen gemeinsamen Eigenheim. Ein traumhafter Zustand ergab sich. Ich hatte einen sehr großen Garten und Gemüsegarten direkt beim Haus und konnte meine Gartenleidenschaft nach Lust und Laune ausleben. Dazu gehörte schon immer ein Gemüsegarten.

Am Gipfel meiner Koch-Schwierigkeiten also sollte eine ganz neue Epoche in meinem und unserem Leben beginnen.  Wer einen Gemüsegarten hat, kennt mein Problem sicherlich. Man hat nun also reifen Salat, Blumenkohl, Gurken, Erbsen oder Bohnen. Und man hat Hunger. Täglich !

In den Regalen mit den Rezepten aus allen Lebensabschnitten gibt es auch sicher viele Ideen, was mit dem Stolz des Hobbygärtners, dem tollen Blumenkohl so gezaubert werden könnte.  Im Beet stehen noch mehrere reife Blumenkohlpflanzen. Es sollten also bitte auch mehrere Ideen sein. Eine Woche lang überbackenen Blumenkohl zum Mittag würde die Beziehung auf nicht gewünschte Weise belasten. Da half nur nachdenken und handeln.

Ein paar Blumenkohl landeten wegen Überreife auf dem Kompost. Und nicht nur Blumenkohl. Das mußte aufhören. So viel Arbeit und dann wird es entsorgt, statt gegessen.

Ich begann alle künftigen Rezepte nach Gemüseart, die darin die oder eine Hauptrolle spielt, zu sortieren. Gleiches widerfuhr der vorhandenen Rezeptsammlung. Und vieles wurde ausgemustert, weil nicht alltagstauglich oder nur mit nicht immer vorrätigen oder nicht leicht zu bekommenden Zutaten gekocht.

Eine stolze Sammlung habe ich mittlerweile. Und wenn die Erbsen im Garten reifen, brauche ich nur unter „E“ wie Erbsen nach zu sehen und habe gleich alle Ideen parat. Unter „T“ stehen Tomatenrezepte und bei „W“ findet man Weißkrautköstlichkeiten.

Wow, so viele Rezepte. Ob es geschmeckt hat, brauche ich gar nicht mehr zu fragen. Die Antwort kenne ich. „Ich brauch‘ ja gar nicht zu sagen, dass es gut war, du kochst es ja sowieso nicht mehr“ bekomme ich zu hören. Nun da mag was dran sein. Ich muss ja schließlich alle gesammelten Variationen ausprobieren, sonst weiß ich doch nicht, wie sie schmecken. Und wie bereits erwähnt, ich habe viele Rezeptvariationen zu jedem Gemüse. Langeweile kommt daher am Mittagstisch bei uns nie auf.

Das war ein großer Schritt in Richtung alltagstauglicher Gemüseküche.

Zwei Faktoren galt es aber noch immer zu bearbeiten. Auch wenn es jeden  Tag eine neue  Variaton vom Blumenkohl gibt. Zehn mal hintereinander Blumenkohl ist und bleibt langweilig. Hier haben meine Konservierungsversuche ihren Anfang.  Mehr dazu findet man unter der Rubrik „Meine Vorratskammer -mehr als nur Marmelade“ hier auf meinen Seiten.

Kann man ein Rezept, kann man alle

Die Zweite Sache ergab sich so nach und nach. Immer mehr Rezepte fand ich und stellte fest, daß es doch wieder das Selbe ist. Einen leckeren Auflauf kann ich eben mit Tomaten und Zucchini bereiten oder mit Möhren und Bohnen oder mit…. Jedes mal hat es einen anderen Namen, schöne Bilder und bleibt doch ein Gemüseauflauf, eine Gemüsepizza oder  Gemüse-Pastasauce.

Beherrsche ich also diese immer gleichen Grundlagen, brauche ich keine Rezepte mehr. Ich habe noch ein paar Paprika eingefroren, ein Rest Lauch und etwas Möhren. Schnell ist daraus eine würzige Gemüsequiche gezaubert. Heute mit Hefeteig und morgen vielleicht mit Schmandteig. Würde ich mir einen bezaubernd klingenden Namen dafür einfallen lassen, könnte ich also ohne Schwierigkeit mit lauter „unterschiedlichen“ Rezepten ganze Kochbücher füllen.

Was ich aber eigentlich will und was mir mittlerweile sehr gut gelingt, ist ohne Schwierigkeit im normalen oft hektischen Alltag rasch ein richtiges Mittagessen fertig zu bringen. Ohne Zusatzstoffe, selbst gekocht mit gesunden Zutaten, die auch noch aus dem eigenen Anbau stammen. Der Hobby-Selbstversorger war gebohren.

Hier zeige ich diese einfachen Grundlagen und gebe Anregung  („Baukasten“) für eigene Kombinationen und Kreationen. Und wer plötzlich Möhren, Tomaten oder Blumenkohl vom Garten oder der Gemüseabokiste oder auch nur einfach Basilikum vom Balkon im Überfluß hat, der findet bei mir mannigfaltige Möglichkeiten, es auf einfache Art und Weise schmackhaft zu zu bereiten. oder zu konservieren.

Exotische Zutaten oder knifflige Küchentricks allerdings wird man bei mir vergebens suchen. Meine Kost ist vollwertig, gesund, voller lebendiger Inhaltsstoffe und Energie. Frei von modernen, weit gereisten Super-foods mit fürchterlich schlechtem ökologischem Fußabdruck und ungesicherter Herkunft. Was wir zum Gesundbleiben und guten Leben brauchen, wächst zum allergrößten Teil hier vor Ort.

Und schließlich gibt es noch etwas zur  Vorratskammer zu erzählen. Neugierig? Dann lesen Sie bitte HIER weiter.

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9 Antworten auf „Die Küche- oder wie kocht man eigentlich Kartoffeln?“

  1. Liebe Sigrun, lieber Achim,
    mich hat das auch die ganze Zeit gestört, dass die statischen Seiten unter Twenty Seventeen keine Sidebar anzeigen, aber jetzt habe ich endlich ein funktionierendes Plugin gefunden. Wollt ihr mal gucken, ob es so in Ordnung ist?
    LG Nadja

    1. Ach so, jetzt verstehe ich. War da vorher keine Sidebar? Jetzt ist eine, wäre mir aber selbst gar nicht aufgefallen, dass da vorher keine war? Jedenfalls macht die da jetzt ja auch Sinn, da man da dann gleich die neuesten Artikel und Kommentare sehen kann. Vielen lieben Dank Nadja! und liebe Grüße der Achim

  2. Lieber Achim,
    deine wochenlange Mühe hat sich sehr gelohnt. Du hast dir eine tolle WordPress Kochseite gestaltet. Das Theme scheint das gleiche wie meins zu sein. Nun frage ich mich nur, wie ich auf die aktuellsten Beiträge komme. Deine Startseite ist nicht gleichzeitig deine Beitragsseite. Ist das mit Absicht? Ich bin hierher nur über ‚Neuste Beiträge‘ oben Rechts gelandet.
    LG Sigrun

    1. Grüß dich Sigrun,
      du stellst Fragen …… Keine Ahnung, muß ich meine Hilfe fragen 😉 Ich kenne mich (noch) viel zu wenig aus mit WordPress. Im Moment bin ich einfach noch immer damit beschäftigt all meine schon veröffentlichten Rezepte und Anleitungen rüber zu kopieren. Das dauert noch ne ganze Weile. Dann denke ich muß ich schauen, was es so für Funktionen gibt, die meinen Leser einiges erleichtern. Aber da kommt man dann wohl auch erst drauf, wenn das Ganze läuft und man damit arbeitet. Im Moment sieht man oben rechts, wie du es gefunden hast die aktuellen Beiträge. Da ich manchmal ne ganze Weile arbeite, langen dann die paar angezeigten tatsächlich nicht aus. Im richtigen Betrieb dann, werden die auslangen,da ich meist an einem Tag nicht so viele Rezepte auf einmal veröffentliche, wie ich jetzt kopiere. Aber danke schon mal für den Hinweis. Liebe Grüße Frau Kollegin, der Achim

      1. Hallo Herr Kollege…:-)), wenn du die Willkommen-Seite nicht als Startseite festlegst, sondern die Beitragsseite, dann ist es wie ein Blog bzw. wie bei mir.
        Das kann man im Menü festlegen. Kommt drauf an, wie du es haben möchtest. Aber ich denke, das Blogformat ist für dich auch besser geeignet, da du regelmäßig neue Rezepte postest.
        LG Sigrun

        1. Grüß dich Sigrun,
          jetzt hätte ich beinahe nicht gesehen, daß du geantwortet hast. Irgendwie sollte ich bei einem Kommentar ne Mail bekommen, was aber nie der Fall ist, obwohl gerade das aber angehakt ist…. Zur Frage Blog oder nicht. Eigentlich sollte es, wie die alte Seite es ja auch war, eher statisch sein. Mein Gartenblog, ein Tagebuch hat einen Eintrag nach dem anderen, wie ein Tagebuch eben. Hier poste ich zwar auch häufig und regelmäßig neue Rezepte, aber wie ein Blog sollte es eigentlich nicht sein. Die Rezepte sind bewußt in Kategorien eingeordnet und daher glaube ich muß das schon so mit der Startseite sein und dann… Finden die Leser dann zu den Rezepten? Wenn ich was anderes als Start einstelle, dann ist aber halt auch immer nur das sofort da und der Rest muß gesucht werden. Ums suchen kommt man wohl nicht rum. Wie empfindest du das? Meine Seite war eigentlich von der Idee her eine klassische Internetseite, auf der man Rezepte findet. Mit WP kann man nun aber viel machen und ich muß sehen, dass das was ich mache sinnig ist und meiner eigentlichen Vorstellung entspricht. Und es soll lesbar und attraktiv sein. Männo, gleich drei Sachen auf einmal…….
          Liebe Grüße Achim

          1. Lieber Achim,
            mach dir keine Gedanken. Die Seite ist toll geworden und alle Rezepte prima zu finden. Du kannst ja, wenn du möchtest, in deinem Hauptgartenblog schreibend, dass du unter der Kategorie x ein neues Rezept eingestellt hast. Dann schaut man auch automatisch vorbei. Es gibt immer zwei Möglichkeiten, entweder reine Webseite oder Blog. Und ein Blog reicht ja eigentlich auch. Ich schaffe auch kaum mehr. Nur manchmal noch den Reiseblog.
            Schönen Sonntag noch,
            LG Sigrun

          2. Hallo Sigrun,
            danke schön fürs Kompliment. Und genau, wie du es sagst habe ich es gerade auch getan. Ich habe im Gartenblog geschrieben und ein neues Rezept, das ich auch heute hier eingestellt habe erwähnt. Das wird sich schon alles einspielen. Liebe Grüße, Achim

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